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16.09.2023

Der Regionalvereins «Öisi Aare Niederamt» führte den «Clean Up-Day» mit diversen Jugendorganisationen durch.

«Mit jedem entfernten Stück Abfall wird Leben geschützt»
Der Regionalvereins «Öisi Aare Niederamt» führte den «Clean Up-Day» mit diversen
Jugendorganisationen durch.

Im Rahmen der «Clean Up-Days» führte der Regionalverein «Öisi Aare Niederamt»

eine Säuberungsaktion des Aare-Ufers im Raum Erlinsbach SO-Gretzenbach-
Niedergösgen-Schönenwerd durch. Unterstützt wurde er vom Fischerverein

Schönenwerd und Umgebung. Gegen 150 Personen nahmen an der Aktion teil.
Dem Regionalverein «Öisi Aare Niederamt» ist ein sauberer Aareraum zwischen Olten und
Aarau ein zentrales Anliegen. Der jährliche «Clean Up-Day» vom Bettagssamstag bietet
jeweils Gelegenheit, auch die Jugend für dieses Thema zu sensibilisieren. Dieses Jahr
wurde die Aare im unteren Niederamt von Müll gesäubert; dies auf den Gemeindegebieten
von Erlinsbach SO, Gretzenbach, Niedergösgen und Schönenwerd. Mit von der Partie waren
die Pfadi Speuz, die Pfadi Phönix Niederamt, die Cevi Gretzenbach sowie das Elternforum
Schönenwerd. Die Pfadfinder-Organisationen standen denn auch dem Motto-Namen für den
diesjährigen Event Pate, nämlich, «Abfall-Finder».
Auch die Kleinsten machen mit
Die Säuberungsaktion begann schon frühmorgens um 9 Uhr bei besten äusseren
Bedingungen. Mit Feuereifer sammelten die Kids und Jugendlichen allerlei Unrat zusammen,
so dass nach gut zwei Stunden intensivster Tätigkeit einige hundert Kilogramm Abfall
zusammenkamen. Der Augenschein nach der Deponierung vor dem Schlosshof in
Niedergösgen ergab, dass hauptsächlich Plastikmüll und leere Getränkedosen – Bier und
Energy-Drinks – eingesammelt worden waren. Aber auch Eternitfragmente, Holzpfosten,
Windräder und Schwimmflügelchen fanden sich in der «Ausbeute». Nicht zu reden von den
unzähligen Zigarettenstummeln, die in mühsamer Klein- und Kleinstarbeit aufgeklaubt
werden mussten.
Der Besuch bei den einzelnen Gruppen während der Aktion machte deutlich: Selbst die
Kleinsten im Alter von vier bis fünf Jahren machten mit Feuereifer mit und entwickelten

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bereits ein ausgeprägtes Bewusstsein für eine intakte Umwelt. «Dies ist auch der Sinn der
Sache», erklärte Vereinspräsident Daniel Gubler. «Wenn wir die Jugend für eine saubere
Natur sensibilisieren können, erhöht sich die Chance, dass inskünftig weniger Müll
liegengelassen wird. Mit jedem gefundenen und entfernten Stück Abfall wird die Umwelt
schöner, und tierisches Leben wird geschützt», zeigte er sich überzeugt.
Renaturierung als «Auslöser»
Der Vereinspräsident konnte anschliessend im Schlosshof in Niedergösgen gegen 150
Teilnehmende und Interessierte begrüssen, namentlich Oltens Stadtpräsident Thomas
Marbet und Schönenwerds Gemeindepräsidentin Charlotte Shah. Er skizzierte kurz die
Entstehungsgeschichte des Vereins «Öisi Aare Niederamt»: Ausschlaggebend sei das
Hochwasser vom August 2007 gewesen, welches in der Folge zahlreiche Dammbauten und
Renaturierungsmassnahmen im Niederamt notwendig machten. Der so geschaffene neue,
naturnahe Erholungsraum habe sehr bald viele Erholungssuchende angezogen, so Gubler.
Jedoch: Dies habe dazu geführt, dass nicht nur der Genuss der Natur und die schönen
Erlebnisse im Freien die Folge gewesen seien, sondern auch weniger angenehme
Begleiterscheinungen wie Lärm, wildes Campieren, unkoordiniertes Parkieren und vor allem
das Littering, also das Liegenlassen von Abfall. «Deshalb wurde der Verein ins Leben
gerufen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, das Naherholungsgebiet zu schützen und zu
fördern sowie die Leute auf die verschiedenen Problematiken aufmerksam zu machen»,
erläuterte der Präsident. Der Verein erfahre dabei Unterstützung von den Gemeinden, dem
Kanton, von Sponsoren sowie der Beschäftigungswerkstätte «Oltech» in Olten. – A propos
Stadt Olten: Unter grossem Applaus durfte Gubler bekanntgeben, dass die Stadt Olten ihren
Status wechseln und inskünftig nicht nur Gönner-, sondern Vollmitglied sein möchte.
Entsprechend wird sich die Clean Up-Sammelaktion vom kommenden Jahr auf den Raum
Olten-Trimbach-Winznau konzentrieren. Anschliessend war es Zeit, sich bei «Hörnli und
Gehacktem» zu stärken.
Den Abschluss des Events bildete ein Wettbewerb, der sich auf die Ausstellung des
Fischervereins Schönenwerd und Umgebung konzentrierte; galt es doch, sein Wissen über
die Fauna in Bächen und Flüssen sowie zum Fischersport unter Beweis zu stellen. Den drei
erstklassierten Vereinen winkte ein kleiner Beitrag in die Vereinskasse. «Der Anlass,
welchem eine zweimonatige intensive Planungszeit vorausgegangen war, erwies sich erneut
als ein voller Erfolg», resümierte Gubler; dies auch in Hinsicht auf die Vorbereitung des
«Clean Up»-Anlasses im kommenden Jahr. (mgt)

Weitere Auskünfte erteilt gerne Vereinspräsident Daniel Gubler, Natel 079 700 51 41.



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