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05.11.2025
Ranger als Vermittler zwischen Mensch und Natur
Winznau/Erlinsbach AG Der Regionalverein lud zum Behördenanlass ein
Der Regionalverein «Öisi Aare Niederamt» führte kürzlich seinen Behördenanlass im Werkhof in Erlinsbach AG durch. Mit dem Event wurde gleichzeitig die Arbeit der Werkhofmitarbeitenden während des Jahres gewürdigt. Als Gastredner brachte Christopher H. Müller von rangernetz.ch. den Gästen die Ranger-Tätigkeiten näher.
Rund 50 Gemeindepräsidenten, Delegierte, Dienstleistungspartner sowie Leiter der Niederämter Werkhöfe samt Mitarbeitenden hatten der Einladung von Daniel Gubler, Präsident des Regionalvereins «Öisi Aare Niederamt» Folge geleistet und versammelten sich am 24. Oktober 2025 im Werkhof beider Erlinsbach in Erlinsbach AG, um am jährlichen Behördenanlass teilzunehmen. Es waren ferner die Gemeindepräsidien von Olten, Schönenwerd und Trimbach mit Thomas Marbet, Charlotte Shah und Daniel Mackuth vertreten. Auch Gabriel Zenklusen, Chef des Amts für Umwelt (AfU), wohnte dem Anlass bei.
Gelegenheit für gegenseitigen Austausch
Der Anlass verfolge zwei Ziele, so Gubler bei der Begrüssung: Zum einen gelte es, den Werkhofmitarbeitenden Danke für ihr Engagement während des ganzen Jahres zu Gunsten des Aareraums zu sagen. Dazu zählten das Aufstellen von Plakaten ebenso wie das Entsorgen von Müll. Zum anderen aber biete er Gelegenheit für den gegenseitigen Austausch. So könnten Probleme benannt sowie Lösungen erarbeitet und gefunden werden. «Dies alles dient dem Zweck, den Aareraum zwischen Olten und Aarau sauber zu halten», so Gubler.
In der Folge streifte er die Anlässe, die der Regionalverein heuer durchgeführt hatte. Diese reichten von der Abfallsammelaktion beim Wehr Winznau diesen Frühling – hier hatten rund 60 Personen mitgeholfen – über den Ersatz von Info-Tafeln, die Einweihung einer neuen Grillstelle an der Aare in Obergösgen und die erfolgreich verlaufene DV in der Betoncoupe-Arena in Schönenwerd bis hin zur Weiterbildungsreise des Vorstandes in die Batterie-Recyclingfirma «Batrec» im bernischen Wimmis. Zum Abschluss seiner einleitenden Worte forderte der Präsident die Anwesenden auf: «Falls Sie Anregungen für unseren Verein haben, lassen Sie es uns wissen. Wir sammeln gerne neue Ideen, die sich umsetzen lassen.»
«Dem Druck auf die Natur begegnen»
In seinem anschliessenden Referat brachte Christopher H. Müller von rangernetz.ch den Anwesenden die Tätigkeiten und Funktionen der Ranger näher. Im Kanton Solothurn sind sie an zwei Orten im Einsatz: Im Weissensteingebiet und im Bereich «Grien» zwischen Erlinsbach SO und Wöschnau. «Die Schwerpunkte liegen bei der Aufsicht über und die Sensibilisierung für schützenswerte Naturzonen», erklärte er. Ferner führten Ranger Schulungen, Führungen und Exkursionen durch, dienten als Natur-Vermittler und nähmen, wenn nötig, Lenkungen von Besucherströmen in fragilen Regionen vor. «Sie sorgen dafür, dass Verbote eingehalten werden und die Ordnung aufrechterhalten wird».
Problemfelder, mit denen sie sich auseinanderzusetzen haben, seien ferner Littering, die Ausbreitung von Neophyten, die Bewahrung der Biodiversität sowie die Vermittlung innerhalb von Konfliktfeldern bei Waldnutzenden. «Seit Corona hat sich der Druck auf die Naherholungsgebiete, insbesondere die Wälder, erhöht», stellte Müller fest. Es brauche Ranger, um diesem Druck zu begegnen. «Ranger dienen als Vermittler zwischen Mensch und Natur», schloss er sein Referat. Anschliessend war gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank angesagt. (mgt)
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